Rechtliche Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen

  • Ab der Geburt ist das Kind rechtsfähig. Es kann beispielsweise erben und hat andere rechtliche Ansprüche. (§1 BGB; §1923 Abs. 2 BGB) 

 

  • Ab dem 6. Geburtstag besteht Schulpflicht für ALLE.

  

  • Ab dem 7. Geburtstag erhält das Kind rechtlich mehr Mitverantwortung. Besonders ist das der Fall, wenn der Schaden vorsätzlich herbeigeführt wurde. (§ 828 Abs.2 BGB; § 276 Abs. 1 S. 3)

  

  • Ab dem 10. Geburtstag hat das Kind ein Mitspracherecht über die eigene Konfession oder Religion in besonderen Fällen. (§2 Abs. 3 RelkErzG)

  

  • Ab dem 12. Geburtstag kann die Konfession oder Religion des Jugendlichen nicht mehr ohne die Mitbestimmung des Jugendlichen geändert werden. (§5 S.2 RelkErzG)

 

  • Ab dem 14. Geburtstag treten verschiedene Verantwortungen und Rechte beim Jugendlichen ein: Wenn beispielsweise die Mutter heiratet, kann er/sie seinen/ihren alten Namen behalten. Mit einer Adoption muss der Jugendliche einverstanden sein. In der Kirche gilt er/sie als vollwertiges Mitglied. Der Jugendliche bekommt eine strafrechtliche Verantwortung vor Gericht und kann auch eine Strafe erhalten, wenn er/sie etwas angestellt hat. (§1617 c Abs.1 S.2 BGB; §1746 Abs. 1 S.2 BGB; § 5 S.1 RelLErzG; § 1 Abs. 2; 3 JGG; §59 FGG; §2 Abs. 2JArSchG; §113 BGB)

  

  • Ab dem 16. Geburtstag hat der Jugendendliche zum Teil die Möglichkeit selbst über sein/ihr Vermögen, auch über das eigene Testament, zu entscheiden. Das Familiengericht kann ihm/ihr erlauben zu heiraten und er/sie kann einen Eid ablegen. Er/sie kann Bier und Wein konsumieren. (§2229BGB; § 2233 Abs. 1BGB; §2247 Abs. 4 BGB; §1303 Abs. 2 BGB; §393ZPO; §455 Abs. 2 ZPO; §60 Nr. 1 ZPO; §61 Nr.1 ZPO)

  

  • Mit 18 Jahren ist der junge Erwachsene volljährig und darf alles tun, was Erwachsene dürfen. Auch vor Gericht kann er/sie nun im vollen Umfang zur Verantwortung gezogen werden. ((§2 BGB; §828 Abs.2 BGB; §1303 BGB)

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