Kindschaftsrecht

Das Kindschaftsrecht regelt das rechtliche Verhältnis zwischen Kindern und Eltern (beziehungsweise sonstigen gesetzlichen Vertretern Minderjähriger). Es wird im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) dem Familienrecht zugeordnet und unterteilt sich in mehrere Bereiche:

Das Abstammungsrecht klärt - wie der Name sagt - die Abstammung des Kindes von der mütterlichen und väterlichen Seite. Die Mutter des Kindes ist die Frau, die das Kind ausgetragen und geboren hat. Vater des Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist oder die Vaterschaft urkundlich anerkannt hat. In diesem Bereich des Kindschaftsrechts sind auch Themen wie Vaterschaftsanfechtung und Vaterschaftsklärung geregelt.

Ebenso ist im Kindschaftsrecht vermerkt, dass minderjährige Kinder sowie Kinder in Berufsausbildung einen Anspruch auf Unterhaltszahlungen haben. Die Einzelheiten - wie genaue Ausgestaltung und Höhe des Unterhalts - werden familiengerichtlich geklärt.

Ein weiterer Bereich ist das Grundrecht der elterlichen Sorge, das Eltern an die Pflicht bindet, das Sorgerecht für ihre Kinder wahrzunehmen und auch bei Nichteinhaltung elterlicher Pflichten, Neuordnung nach Trennung oder Scheidung und in anderen Situationen Rahmenbedingungen für Regelungen vorsieht.

Alleinerziehende können mit der sogenannten Beistandschaft eine Unterstützungsleistung der Jugendämter in Anspruch nehmen. Dies bedeutet, dass das Jugendamt z.B. als gesetzlicher Vetreter Unterhaltszahlungen geltend machen kann.

Auch im Falle einer Adoption kommt das Kindschaftsrecht zum Tragen: wird ein Kind nach einem Adoptionsverfahren angenommen, bestehen die rechtlichen Grundlagen wie bei leiblichen Eltern.

Die Pflegschaft für Kinder und eine gesetzliche Vormundschaft sind Formen der gesetzlichen Vetretung für Minderjährige, wenn die leiblichen Eltern oder andere bisher Sorgeberechtigte ihren Pflichten nicht mehr nachkommen. Bei einer Vormundschaft wird das Sorgerecht übertragen, im Falle eine Pflegschaft meist nur Teile desselben, wie zum Beispiel das Aufenthalsbestimmungsrecht. Die Rahmenbedingungen für beide Bereiche sind ebenfalls im Kindschaftsrecht enthalten.

 

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