Heiraten im Landkreis

Eine Hochzeit ist ein ganz besonderes Ereignis und viele Dinge müssen geplant werden. Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Formalien, die für die Trauung selbst wichtig sind.

Standesamtliche Trauung

Die standesamtliche Trauung ist in Deutschland seit 2009 nicht mehr die Voraussetzung für eine kirchliche Trauung. Allerdings hat nur die Trauung im Standesamt rechtliche Wirkung. Eine nicht vor dem Standesamt geschlossene Ehe gilt danach von staatlicher Seite weiterhin als nichteheliche Lebensgemeinschaft (z.B. hinsichtlich Erbrecht und Steuerrecht).
Zur Anmeldung der Hochzeit im Standesamt, vereinbaren Sie etwa ein halbes Jahr vor der Trauung einen Termin mit dem Standesbeamten. Zum Standesamt nehmen Sie folgende Unterlagen mit:

Sie waren nicht verheiratet und sind volljährig:
• Neuer beglaubigter Ausdruck/neu beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister (nicht älter als 6 Monate) erhältlich beim Standesamt des Geburtsortes (gegen Gebühr)
• Personalausweis oder einen gültigen Reisepass
• Aufenthaltsbescheinigung, ausgestellt zum Zwecke der Eheschließung/der Begründung einer Lebenspartnerschaft mit Angabe des Familienstandes, der Staatsangehörigkeit und der Wohnung, erhältlich bei der Einwohnermeldestelle des Hauptwohnsitzes
• Neu ausgestellte Geburtsurkunde gemeinsamer Kinder. In die jeweilige Urkunde, die Sie beim Geburtsstandesamt erhalten, müssen Sie beide als Eltern eingetragen sein (gegen Gebühr)

Sie waren bereits verheiratet:
• die bereits oben beschriebenen Unterlagen
• Ein urkundlicher Nachweis über die Auflösung der letzten Ehe/die Aufhebung der letzten eingetragenen Lebenspartnerschaft; Bei Vorehen ist dies nicht das Scheidungsurteil oder die Sterbeurkunde des früheren Ehegatten, sondern eine neue Eheurkunde bzw. eine neue beglaubigte Abschrift/Ausdruck aus dem Eheregister der letzten Ehe, erhältlich beim Eheschließungsstandesamt (Gebühr 10,-- €). In das beim zuständigen Standesamt geführte Eheregister wird Scheidung bzw. Tod eines Ehegatten von Amts wegen eingetragen.
• Zusätzlich zur unmittelbar vorangegangenen Ehe müssen Sie alle früheren Ehen sowie früherer eingetragenen Lebenspartnerschaften und die Art ihrer Auflösung angeben. Wir empfehlen, vorhandene Dokumente mitzubringen, aus denen sich die Daten sicher erkennen lassen, also beispielsweise Familienstammbücher, Heiratsurkunden, Lebenspartnerschaftsurkunden und Familienbuchabschriften älteren Datums, Sterbeurkunden und Scheidungsurteile und Aufhebungsurteile.

Sie sind ausländischer Staatsbürger/ausländische Staatsbürgerin:
• Übersetzungen aller fremdsprachlichen Urkunden durch einen vereidigten Übersetzer
• Ehefähigkeitsbestätigung des Heimatlandes
• Ledigkeitsbescheinigung der Heimatbehörde
• Traubereitschaftserklärung der Religionsgemeinschaft
• Gesundheitszeugnis nach ausländischem Recht
• Bescheinigung des Heimataufgebotes nach ausländischem Recht
• ggf. eine Apostille (offizielle Anerkennung) für alle ausländischen Bescheinigungen und Urkunden


Der Standesbeamte/die Standesbeamtin selbst prüft, ob Sie die Ehe schließen dürfen und füllt mit Ihnen gemeinsam alle Formulare aus. Sie wählen gemeinsam ein Stammbuch für Ihre neue Familie, das Sie nach der Eheschließung erhalten. Meistens müssen Sie noch allgemeine Frage beantworten, wie:
• Soll die Eheschließung öffentlich ausgehängt oder in Zeitung angekündigt werden?
• Wer sind die Trauzeugen?
• Wo möchten Sie sich trauen?
• Ist ein Ringwechsel erwünscht?

Kirchliche Trauung

Bei einer kirchlichen Trauung benötigen Sie folgende Unterlagen:
• Personalausweis
• aktueller Taufschein der nicht älter als 6 Monate ist
• Firmungsurkunde/Konfirmationsbescheinigung
• Bei Hochzeit außerhalb der eigenen Gemeinde Erlaubnis des Gemeindepfarrers
• unterschriebenes Ehevorbereitungsprotokoll (bei katholischer Trauung)
Fragen Sie aber sicherheitshalber bei Ihrem Pfarramt nach, das sich die notwendigen Unterlagen unterscheiden können.

Wichtige Infos:

 

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